CIScontrols

Die CIS-Kontrollen (Center for Internet Security Controls) sind eine Sammlung bewährter Verfahren für die Cybersicherheit, die Organisationen dabei helfen sollen, ihre Systeme und Daten vor Cyberbedrohungen zu schützen. Diese Kontrollen bieten einen strukturierten Ansatz zur Risikominderung, unabhängig von der Größe der Organisation. Die CIS-Kontrollen sind weltweit anerkannt und werden häufig als Leitfaden für die Entwicklung und Stärkung einer robusten Sicherheitsstrategie verwendet.

Was sind die CIS-Kontrollen?

Die CIS-Kontrollen sind eine Reihe von 18 spezifischen Maßnahmen, die Organisationen ergreifen können, um ihre IT-Systeme vor den häufigsten Cyber-Bedrohungen zu schützen. Diese Kontrollen wurden vom Center for Internet Security (CIS) entwickelt, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Verbesserung der globalen Cybersicherheit einsetzt. Die Kontrollen basieren auf Erkenntnissen aus der Praxis und werden ständig weiterentwickelt, um neu auftretenden Bedrohungen zu begegnen.

Die 18 CIS-Kontrollen sind je nach Prioritätsstufe und Ressourcen einer Organisation in drei Kategorien unterteilt:

  1. Grundlegende Kontrollen (1-6): Dies sind die wesentlichen Maßnahmen, die jede Organisation umsetzen muss, um ein grundlegendes Schutzniveau zu gewährleisten.
  2. Grundlegende Kontrollen (7-16): Diese Kontrollen bauen auf den grundlegenden Kontrollen auf und bieten durch fortgeschrittenere Maßnahmen einen umfassenderen Schutz.
  3. Organisatorische Kontrollen (17-18): Diese Kontrollen konzentrieren sich auf das Management und die Etablierung einer starken Sicherheitskultur innerhalb der Organisation.

Die 18 CIS-Kontrollen

  1. Bestandsaufnahme der verwalteten Vermögenswerte Erstellen Sie eine detaillierte Übersicht über alle Hardware und Geräte in Ihrem Netzwerk. Dies hilft bei der Identifizierung nicht autorisierter Geräte und reduziert das Risiko eines unerwünschten Zugriffs.
  2. Bestandsaufnahme der Software: Führen Sie eine Liste aller installierten Software und beschränken Sie die Verwendung nicht autorisierter Anwendungen. Dadurch wird verhindert, dass schädliche oder unerwünschte Software auf Systemen ausgeführt wird.
  3. Schwachstellenmanagement: Führen Sie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durch, um Schwachstellen in Systemen und Anwendungen zu identifizieren und diese schnell durch Patches oder Updates zu beheben.
  4. Benutzerkontrolle mit Administratorrechten: Beschränken und kontrollieren Sie, wer innerhalb der Organisation über Administratorrechte verfügt. So verhindern Sie, dass nicht autorisierte Benutzer wichtige Systemeinstellungen ändern.
  5. Benutzer- und Zugriffsverwaltung: Sorgen Sie für eine strenge Zugriffsverwaltung, bei der jeder Benutzer nur auf die für seine Arbeit erforderlichen Informationen und Systeme zugreifen kann.
  6. Verwaltung von Sicherheitskonfigurationen: Richten Sie Sicherheitskonfigurationen für Hardware und Software ein, um Schwachstellen zu minimieren. Dazu gehören beispielsweise Firewall-Einstellungen, Passwortrichtlinien und Verschlüsselung.
  7. Kontinuierliche Überwachung und Protokollierung: Stellen Sie sicher, dass alle Systeme kontinuierlich überwacht werden und dass Aktivitäten protokolliert werden. So können verdächtige Aktivitäten schnell identifiziert werden.
  8. Schutz vor Malware: Implementieren und pflegen Sie Programme zum Schutz vor Malware, um Systeme vor Viren, Würmern, Ransomware und anderer schädlicher Software zu schützen.
  9. E-Mail- und Webbrowser-Sicherheit: Schützen Sie E-Mail- und Browsersysteme vor Angriffen wie Phishing, Drive-by-Downloads und Ausnutzung veralteter Software.
  10. Sicherung und Wiederherstellung von Daten: Sorgen Sie für regelmäßige Sicherungen kritischer Daten und testen Sie Wiederherstellungsverfahren, um Datenverluste im Falle eines Vorfalls zu verhindern.
  11. Sichere Softwareverwaltung: Wenden Sie in jeder Phase der Softwareentwicklung, vom Entwurf bis zur Bereitstellung, Sicherheitspraktiken an, um Schwachstellen zu minimieren.
  12. Sicherung von Netzwerkports, -protokollen und -diensten: Verwalten Sie den Netzwerkzugriff, indem Sie nicht verwendete Ports und Dienste schließen und nur zugelassene Protokolle verwenden, um die Wahrscheinlichkeit von Angriffen zu verringern.
  13. Datenschutz: Ergreifen Sie Maßnahmen wie Verschlüsselung und Zugriffskontrolle, um sensible Informationen vor unbefugtem Zugriff und Verlust zu schützen.
  14. Überwachung der Netzwerksicherheit: Verwenden Sie Tools wie Firewalls und Intrusion-Detection-Systeme, um den Netzwerkverkehr zu überwachen und potenzielle Angriffe zu blockieren.
  15. Sicherheit mobiler Geräte: Ergreifen Sie Sicherheitsmaßnahmen für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, einschließlich Verschlüsselung und Fernverwaltung, um sensible Daten zu schützen.
  16. Kontokontrolle und -verwaltung: Überwachen Sie Benutzerkonten und stellen Sie sicher, dass inaktive Konten schnell gelöscht oder deaktiviert werden, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
  17. Einführung eines Sicherheitsbewusstseinsprogramms: Führen Sie regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter durch, um sie für Cyber-Bedrohungen wie Phishing und Social Engineering zu sensibilisieren.
  18. Vorfallsreaktion und -management: Entwickeln und testen Sie einen detaillierten Vorfallsreaktionsplan, um schnell auf Cyber-Angriffe reagieren und die Auswirkungen abmildern zu können.

Die Bedeutung von CIS-Kontrollen

CIS-Kontrollen helfen Organisationen, Risiken systematisch zu managen und ihre Sicherheit zu stärken. Durch die Implementierung dieser Kontrollen können sich Unternehmen vor den häufigsten Cyber-Bedrohungen wie Malware, Phishing und Angriffen auf anfällige Systeme schützen.

Die wichtigsten Vorteile der Implementierung von CIS-Kontrollen:

  • Erhöhte Sicherheit: CIS-Kontrollen bieten einen Rahmen, der Organisationen dabei unterstützt, die richtigen Maßnahmen zur Sicherung ihrer IT-Systeme zu ergreifen.
  • Risikomanagement: Organisationen können besser auf potenzielle Risiken und Cyberangriffe reagieren, indem sie sich auf die anfälligsten Bereiche konzentrieren.
  • Konformität: CIS-Kontrollen entsprechen vielen internationalen Standards und Vorschriften, wie z. B. der DSGVO, NIST und ISO 27001, was die Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen erleichtert.
  • Kosteneffizienz: Durch die Priorisierung der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen können Organisationen ihre Sicherheitsbudgets und -ressourcen effektiv nutzen.
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CIS-Kontrollen in der Praxis

Die CIS-Kontrollen lassen sich leicht an die Größe und Komplexität einer Organisation anpassen. Kleinere Organisationen können mit den grundlegenden Kontrollen (1-6) beginnen und ihre Sicherheitsprogramme im Laufe der Zeit erweitern, während größere Unternehmen die Kontrollen vollständig umsetzen können.

CIS bietet auch Tools wie den CIS-Kontrollimplementierungsleitfaden und CIS-CAT (CIS Configuration Assessment Tool) an, um Organisationen bei der Bewertung ihres Sicherheitsniveaus und der einfachen Umsetzung der richtigen Kontrollen zu unterstützen.

Die Zukunft der CIS-Kontrollen

Cyber-Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter, weshalb auch die CIS-Kontrollen weiterentwickelt werden. Es werden regelmäßig neue Versionen der Kontrollen veröffentlicht, um neue Technologien und aufkommende Bedrohungen wie Cloud-Sicherheit, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge (IoT) zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass Organisationen, die die CIS-Kontrollen befolgen, Zugang zu den aktuellsten Strategien zur Sicherung ihrer Netzwerke und Daten haben.

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